Wahlprogramm


Unser Wahlprogramm 2021:

– AStA gestalten!
– Verwendung studentischer Gelder ausschließlich für studentische Zwecke
– AStA-Beiträge einen Kopf kürzer machen
– Freiheit der Forschung erhalten
– Anwerbung von Drittmitteln für die Universität
– Kapazitäten für jeden Studierenden
– Fachschaften in ihrer politischen Arbeit unterstützen
– Ärztliche Schweigepflicht gilt auch für Studierende
– Anwesenheitspflichten? Nicht mit uns!
– Prüfungsanmeldungen liberalisieren
– Mehr bezahlbarer Wohnraum
– Leistung in der Lehre muss sich wieder lohnen
– Priorität für Barrierefreiheit
– Verkehrssituation entspannen
– Transparenz in der Hochschulpolitik
– Eine Karte – Ein Guthaben
– Prüfungsanmeldung bis Absolvierung – natürlich geht das online!
– Digitale Möglichkeiten nutzen – auch beim Bezahlen!
– Akademische Freiheit endet nicht in der Sprache

Was wir erreichen wollen!

AStA gestalten!
Die LHG möchte den AStA reformieren. Hier sehen wir Änderungsbedarf, den wir in einer möglichen neuen Koalition umsetzen werden. Es gibt Referate welche nur sporadisch arbeiten und sich nicht durch den AStA sowie das Parlament kontrollieren lassen.
Hier herrscht eine große Intransparenz und die Gefahr auf Verschwendung studentischer Gelder ist hoch. Daran wollen wir weiter arbeiten um die Referate untereinander besser zu vernetzen und eine qualitativ effizientere Arbeit für die Studierenden zu ermöglichen. Unsere Vision ist ein Service-AStA, also eine Studierendenvertretung, welche sich einzig und allein auf die Fahnen geschrieben hat, Dir bei deinen alltäglichen Problemen weiterzuhelfen.
Verwendung studentischer Gelder ausschließlich für studentische Zwecke.
Die LHG sieht den AStA als Dienstleister für die Studierenden. Der von ihm angebotene Service soll euer studentisches Leben erleichtern. Dafür macht sich die LHG stark. Durch unsere Mitwirkung im Finanzreferat konnten wir den Haushalt hierfür schon stark anpassen und werden dies in der Zukunft noch weiter entwickeln.

AStA-Beiträge einen Kopf kürzer machen
Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass der Semesterbeitrag auf dem durch unser Bestreben weiter als geplant gesenkten Betrag mehr als ausreicht. Jede Forderung nach Erhöhung ist absurd und widerspricht dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Durch eine besserer Organisation und Kommunikation innerhalb der studentischen
Strukturen ist sogar noch ein größeres Potential vorhanden den Semesterbeitrag zu senken. Diesem werden wir weiter nachgehen.

Freiheit der Forschung erhalten
Die LHG Gießen setzt sich für eine freie Forschung ein, in der jeder Wissenschaftler die Verantwortung für seine Arbeit übernimmt und im Einzelfall entscheidet, ob ein Projekt und eine Kooperation dem Status der Hochschule als zivile Einrichtung gerecht wird.
Daher wehren wir uns gegen die Einführung einer Zivilklausel!

Anwerbung von Drittmitteln für die Universität
Die LHG fordert ein stärkeres Anwerben von Drittmitteln, die unmittelbar
zur Sicherung und Verbesserung der Lehre und für den Ausbau der Digitalstruktur verwendet werden müssen. Den Universitäten stehen nur knappe staatliche Ressourcen zur Verfügung. Um einen höheren finanziellen Spielraum zu ermöglichen, muss sich die Universität verstärkt um Drittmittel von Stiftungen bemühen. Durch diese Drittmittel könnte unter anderem das Lehrangebot verbessert werden.
Die LHG setzt sich ausdrücklich für das Deutschlandstipendium ein.

Kapazitäten für jeden Studierenden
Die Überfüllung in Seminarräumen erreicht unerträgliche Ausmaße. Wir sprechen uns als LHG gegen solche Lernbedingungen aus und verlangen bessere Räumlichkeiten oder ein breiteres Seminarangebot.
Das Auslosen der Seminar- und Kursplätze darf nicht toleriert werden. Die Universität hat mit der Aufnahme der Studierenden ein Versprechen eingegangen ihnen die Teilnahme an Uni-Veranstaltungen zu ermöglichen.
Dieses Versprechen fordern wir ein! Die Notwendigkeit der Verlängerung eines Studiums aufgrund unzureichender Seminarkapazitäten ist für uns nicht akzeptabel.

Fachschaften in ihrer politischen Arbeit unterstützen
Die Fachschaften sind die Studierendenvertretungen innerhalb eines Fachbereichs oder Studiengangs. So sind sie Ansprechpartner bei alltäglichen Problemen, wie z.B. zu strengen Anwesenheitsregelungen oder überdurchschnittlichen Durchfallquoten in Klausuren. In ehrenamtlicher Arbeit engagieren sie sich in Fachbereichsräten, Direktoriumssitzungen und Ausschüssen. Nebenbei organisieren sie Bücherflohmärkte
oder Beratungstreffen. Diesem Engagement gebührt Respekt. Diese Arbeit möchten wir mit all unseren Mitteln unterstützen. Ablehnend stehen wir der Selbstbedienungsmentalität einiger Amtsträger gegenüber, wenn Fachschaften aufgrund übrigbleibender Mittel, da es leider viel zu viele inaktive Fachschaften gibt, sich selbst, mit zum Beispiel
überteuerten Geräten, eindecken. Hier hat nur ein kleiner Bruchteil der Studierenden einen Vorteil aus den Geldern die alle zahlen müssen. Diese Praxis wollen wir eindämmen.


Ärztliche Schweigepflicht gilt auch für Studierende
Wir lehnen den Eingriff in die ärztliche Schweigepflicht durch die Prüfungsämter ab. Die Formulare der Prüfungsämter für ein ärztliches Attest bei Prüfungen, welche die Offenlegung der Symptome, oder ob die Krankheit eine endogene Reaktion auf die Prüfungssituation sei, fordert, sehen wir als Eingriff in die Grundrechte der Studierenden. Diese Praxis
muss sofort eingestellt werden! Die Möglichkeit, welche auch in der Allgemeinen Bestimmungen der Prüfungsangelegenheiten und – Ordnungen an der JLU in §23 (3) vermerkt ist, dass bei größerem Zweifel an der Prüfungsfähigkeit des Studenten die Prüfungsämter in Einzelfällen ein amtsärztliches Attest verlangen können, ist ausreichend.

Anwesenheitspflichten? Nicht mit uns!
Anwesenheitspflichten, mit Ausnahme von Praktika, hält die LHG Gießen für unnötig. Egal ob in Seminaren oder Vorlesungen: Anwesenheit ist keine Leistung und nicht zwangsläufig für einen Lernerfolg notwendig.
Wir glauben daran, dass mündige Menschen reif genug sind, um selbst entscheiden zu können, wie sie am effektivsten lernen.

Prüfungsanmeldungen liberalisieren
Die Liberalen Hochschulgruppen stellen fest, dass die Praxis der Prüfungsanmeldungen an den Fachbereichen der JLU vielfältig und damit verwirrend ist. Wir wollen ein vereinheitlichtes Prüfungsanmeldesystem, das es den Studierenden und der Verwaltung einfach macht.
Anmeldefristen, welche Wochen und sogar Monate vor der Prüfung enden, sind nicht zweckmäßig. Langfristig wollen wir einen kompletten Kurswechsel. Soweit dies möglich ist, sollen daher jegliche Prüfungsanmeldefristen an der JLU Gießen entfallen. Dies betrifft selbstverständlich nicht Prüfungsleistungen, für die ein erhöhter organisatorischer Aufwand (mündliche und praktische Prüfungen) erbracht werden muss.

Mehr bezahlbarer Wohnraum
Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist in Gießen, wie auch in de meisten anderen Universitätsstädten, ganzjährig angespannt. Kurzfristig muss das Bereitstellen temporärer Wohnmöglichkeiten gewährleistet sein. Mittelfristig muss mehr Baugrund für studentisches Wohnen bereitstehen. Studentenwerk, private Anbieter sowie kirchliche Träger sehen
wir hier als maßgebliche Akteure.

Leistung in der Lehre muss sich wieder lohnen
An der Universität muss es für Lehrende ein stärkeres Leistungsprinzip geben. Durch die Evaluation wird veranschaulicht, in welchen Bereichen die Lehre zufrieden stellt und in welchen es noch Nachholbedarf gibt. Die
LHG befürwortet die Fortführung der Evaluationen. Darüber hinaus fordern wir die Einbeziehung der Evaluationsergebnisse in die Berechnungsgrundlage der leistungsorientierten Mittelzuweisung.

Priorität für Barrierefreiheit
Das Studium an einer deutschen Hochschule für Menschen mit körperlichen Behinderungen ist nach wie vor oft mit großen physischen Hürden verbunden. Die LHG setzt sich dafür ein, dass die Möglichkeit, auch nur Einzelner, zu studieren bei Zielkonflikten immer im Vordergrund stehen muss. Barrierefreiheit darf nicht gegen den Denkmalschutz ausgespielt werden.

Verkehrssituation entspannen
Wir setzen uns weiterhin dafür ein, die Verkehrssituation an der Uni zu verbessern. Vor allem im ÖPNV wollen wir weiterhin auf RMV und SWG einwirken, um zum Beispiel eine weiter auf die Studierenden zugeschnittene Buslinie zu erreichen. Möglicherweise ein ähnliches Prinzip wie in Mainz, wo es eine eigene Campus Buslinie gibt. Es soll weiterhin einen Ausbau des Fahrradangebotes geben. Des Weiteren muss sichergestellt werden, dass die vorhandenen Parkplätze kostenlos bestehen bleiben.

Transparenz in der Hochschulpolitik
Wir fordern die Reaktivierung der Live-Übertragung der Studierendenparlaments- und AStA-Sitzungen. Hier muss auch auf die Tonqualität geachtet werden. Um die öffentliche Mandatskontrolle zu ermöglichen, müssen die Sitzungsprotokolle innerhalb von drei Tagen nach Beschluss veröffentlicht werden.

Eine Karte – ein Guthaben
Die LHG sieht keine Notwendigkeit in der Aufspaltung der Guthaben der Chipkarten in verschiedene Guthaben. Es ist nicht nachvollziehbar warum es eine Trennung der Guthaben gibt. Aus Sicht der LHG verkompliziert dies den studentischen Alltag auf eine vermeidbare Art und Weise. Deshalb fordern wir, ein Guthaben auf der Chip-Karte (Studierenden Ausweis) für alle Universitären Dienste der JLU.

Prüfungsanmeldung bis Absolvierung – natürlich geht das online!
Die Anmeldung zu allen Prüfungsformen soll zentral, transparent und online möglich sein. Hierfür bietet sich in Anbetracht kooperativer Studiengänge und der räumlichen Nähe eine zentrale und einheitliche App für mobile Endgeräte für JLU und THM an. Möglichkeiten alternativer Prüfungsformen, vorzüglich in Seminaren, wie
das Erstellen von hochwertigen Medienproduktionen und das Bearbeiten von Online-Klausuren und „Take-Home-Tests“ sollen erprobt werden. Digitale Möglichkeiten nutzen – auch beim bezahlen! Die Möglichkeiten zur Aufladung des Kartenguthabens muss in der Zukunft ankommen. Daher spricht sich die LHG Gießen dafür aus, dass
das Kartenguthaben per (Pay-Pal)Überweisung möglich gemacht wird. Sollte dies nicht im Rahmen der Möglichkeiten liegen, muss die Monopolstellung der Sparkasse gebrochen und zumindest an der großen Mensa ein weiterer Geldautomat angeboten werden. So können Studenten hohe Gebühren oder weite Wege sparen.


Akademische Freiheit endet nicht in der Sprache
Das Gendern oder Nicht-Gendern wissenschaftlicher Arbeiten darf nicht in die Bewertung eben dieser einfließen. Die Wahl der Ausdrucksweis soll jedem Studenten frei überlassen bleiben, denn auch die Sprache ist
Ausdrucksweise wissenschaftlicher Freiheit.

Das Wahlprogramm 2021 als PDF zum Download: